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Jürgen Pröhl • Petra E. Pröhl

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 Fotos: Abderrahim Boulahcen, Juni 2020


Um in einer fremdartigen Stadt vertraut zu werden, braucht man einen abgeschlossenen Raum, auf den man ein gewisses Anrecht hat und in dem man allein sein kann."

Elias Canetti, Die Stimmen von Marrakesch


Die stilisierten ersten Buchstaben unserer Vornamen zeigen die Umrisse des DAR TOUAREG. Grün sind die Kacheln, die Wände im typischen Rot von Marrakech.

Unser Haus trägt den Namen der legendären "Blauen Männer". Das reale Leben der Touareg in der Sahara und im Sahel wurde außerhalb der Region oft wenig beachtet.

Touareg bei Ghadames, 2004

Wir wohnen in einer ruhigen Gasse im königlichen Bezirk Kasbah - und doch mitten in der geschäftigen Medina. Das Viertel war früher Sitz der Herrscher, mit einem Militärlager und Wohnhäusern für hohe Beamte. An die Kasbah grenzt das jüdische Viertel Mellah. Juden standen unter dem besonderen Schutz des Sultans.

Mitte der 1960er Jahre wurde das DAR TOUAREG vom alten Haus nebenan abgetrennt. Der Name der Gasse Ksibat N´Hass weist auf ein altes Gewerbe hin: Produkte aus Kupfer für den Bedarf der Kasbah.

Die Saadier eroberten im 16. Jh. die legendäre Stadt Tombouctou, ein Zentrum der Touareg im heutigen Mali. Die Dynastie wollte vom Karawanenhandel durch die Sahara profitieren. Gelehrte, Händler und Sklaven aus Westafrika kamen nach Marrakech - und mit ihnen deren Kultur. 

 Tombouctou, Mali 2000

Besonders im Salon Tombouctou erinnern wir an die kulturellen Verbindungen Marokkos zum Afrika südlich der Sahara.

Die Stimmen von Marrakech
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